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Projekte

Arthrokinemat

Das Projekt "Anthrokinemat" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Arthrose als häufigste Gelenkerkrankung weltweit geht mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität und einem hohen volkswirtschaftlichen Schaden einher. Ein Grundpfeiler der Therapie ist Bewegung, die wesentliche Voraussetzungen für die Ernährung der Gelenke schafft. Die Bewegung sollte das erkrankte Gelenk aber nicht überlasten, da dies die Arthrose aktivieren kann. Für die Betroffenen ist das richtige Maß an Bewegung oft schwer abzuschätzen. An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt "Arthrokinemat“ an. Es soll ein mobiles technisches System für das häufig von Arthrose betroffene Kniegelenk entwickelt werden, das Bewegungen des Nutzers durch körpernahe Sensorik erfasst und auf Basis dieser Informationen kontinuierlich prädiziert, ob und wann der Umfang und die Intensität der körperlichen Aktivität zu einer Überbelastung des Knies führen.

Analyse von Bewegungsveränderungen durch Verletzungen

Dieses Projekt wurde durch eine Feasibility Study for Young Scienists des KIT gefördert.

Kreuzbandverletzungen haben einen hohen Einfluss auf die gegenwärtige und zukünftige Lebensqualität der betroffenen Personen. Diese Verletzungen gehen oft mit einer dauerhaften Funktionseinschränkung des verletzten Beines sowie eines lebenszeitlich früheren Auftretens von Kniearthrose einher. Um neue Erkenntnisse über mögliche Anpassungsmechanismen des Bewegungsapparates, aus denen Folgeschädigungen entstehen können, bei verschiedenen Bewegungen zu gewinnen, wurde mit kreuzbandverletzten Personen eine umfassende Studie durchgeführt. In dieser Studie wurden an verschiedenen Testzeitpunkten Alltagsbewegungen sowie sportspezifische Belastungen mit biomechanischen Messmethoden erfasst und analysiert. Um dabei einen tieferen Einblick über etwaige verletzungsinduzierte Anpassungsmechanismen zu bekommen, wurde über vier Testzeitpunkte (präoperativ, 6 Wochen, 3 Monate und 6 Monate postoperativ) der Rehabilitationsverlauf bis zum gewöhnlichen Wiedereintrittszeitpunkt in den Sport (6 Monate postoperativ) in einem Längsschnitt untersucht.

Orthopädische Einlagen bei Kniearthrose

Die Arthrose im Kniegelenk (Gonarthrose) ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen bei Menschen im höheren Lebensalter. Auf Grund der zunehmenden charakteristischen Zerstörung des Gelenkknorpels, leiden Betroffene primär unter Schmerzen und einer Einschränkung in der Beweglichkeit. Häufig tritt die Gonarthrose an der Gelenkinnenseite auf (= mediale Gonarthrose) und ist in dieser Form durch eine Erhöhung der Belastung an der Knieinnenseite gekennzeichnet. Orthopädische Einlagen können als konservative Behandlungsmöglichkeit zur Verlangsamung des Voranschreitens der arthrotischen Prozesse eingesetzt werden. Die Gestaltungsform der Einlage spielt hierbei eine zentrale Rolle. Unser Forschungsprojekt untersucht die Wirkung unterschiedlicher Einlagenmodelle in Bezug auf die Belastungsreduktion im betroffenen Knieareal.

Triggerpunkttherapie bei Gonarthrose

Die Gonarthrose ist die häufigste Form des Gelenkverschleißes. Die Intensität der Beschwerden und Einschränkungen im Alltag sind von Mensch zu Mensch sehr verschieden und nicht zwingend immer nur auf den reinen Gelenkverschleiß zurückzuführen. Häufig gibt es unbewusste Veränderungen der Bewegungsabläufe, die wiederum die Ausbildung sogenannter myofaszialer Triggerpunkte begünstigen. Über eine Therapie der myofaszialen Triggerpunkte kann in vielen Fällen eine Reduzierung der Beschwerden erreicht werden. Typischerweise wird die Triggerpunkttherapie mittels Dry Needling (Akupunktur), der Infiltration der Triggerpunkte mit einem Lokalanästhetikum oder rein manuell durchgeführt. In der aktuellen Studie wird die Wirksamkeit einer Triggerpunkttherapie bei mittelgradiger Gonarthrose mittels Extrakorporaler Stosswelle (ESWT) bzw. Kinesiotape untersucht.